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Nord-Stream-Prozess startet in Hamburg gegen ukrainischen Ex-Offizier

Das Hanseatische Oberlandesgericht verhandelt seit Mittwoch gegen einen 50-jährigen früheren ukrainischen Soldaten. Die Bundesanwaltschaft sieht ihn als Organisator der Pipeline-Sprengungen von 2022.

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Am Mittwoch hat in Hamburg der Strafprozess gegen Serhii K. begonnen. Das Hanseatische Oberlandesgericht verhandelt gegen den 50-jährigen Ukrainer, der früher Offizier in der Armee seines Landes war. Die Bundesanwaltschaft klagt ihn als zentrale Figur bei den Anschlägen auf die beiden Ostsee-Pipelines an.

Die Anklage wirft dem Beschuldigten vor, eine Gruppe aus Tauchern und einem Sprengstofffachmann angeführt zu haben. Die Explosionen ereigneten sich im September 2022 an Nord Stream 1 und Nord Stream 2. Zu den Tatvorwürfen zählen Beihilfe zu einem Angriff auf zivile Infrastruktur sowie weitere Straftaten wie Sprengung und Betriebsstörung.

Nach Einschätzung der Bundesanwaltschaft wussten ukrainische Staatsorgane von der Operation. Serhii K. weist alle Anschuldigungen zurück. Seine Anwälte forderten die sofortige Beendigung des Verfahrens und nannten die Beweislage rein indiziengestützt sowie die Überstellung aus Italien rechtlich nicht tragfähig.

Der Mann wurde im August 2025 in Italien verhaftet und drei Monate später nach Deutschland gebracht. Sechs weitere Ukrainer, die ebenfalls verdächtigt werden, sind weiterhin auf der Flucht oder lehnen eine Auslieferung ab. Die Regierung in Kiew bestreitet jegliche Verwicklung in die Sabotage.

Vor dem Gerichtsgebäude versammelten sich Anhänger des Angeklagten zu einer Kundgebung. Das laufende Verfahren stellt den ersten Prozess zu den Nord-Stream-Explosionen dar. Die Richter haben Sitzungstermine bis mindestens Februar 2027 festgelegt und rechnen nicht mit einem raschen Abschluss.

Durch die Zerstörung der Leitungen kam 2022 der russische Gastransport nach Deutschland zum Erliegen. Experten bewerten die Tat als eine der schwerwiegendsten Sabotageaktionen auf europäischem Boden seit 1945. In Berlin gilt der Fall wegen möglicher Auswirkungen auf die weitere Unterstützung der Ukraine als besonders heikel.

Dieser Beitrag wurde mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt.