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Internationale Kommission fordert Berücksichtigung psychischer Gesundheit in Klimapolitik

Mehr als 20 Fachleute aus verschiedenen Disziplinen haben einen Bericht zu den Folgen von Umweltveränderungen für die psychische Gesundheit vorgelegt. Sie verlangen, dass Politikentscheidungen künftig immer auch die Auswirkungen auf Gehirn und Psyche prüfen müssen.

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Über 20 Experten aus Neurowissenschaft, Psychiatrie, Klimaforschung und Public Health haben einen Bericht mit konkreten Handlungsempfehlungen veröffentlicht. Die Kommission fordert, dass Umwelt-, Klima- und Stadtpolitik künftig die Auswirkungen auf die psychische Gesundheit systematisch einbeziehen müssen. Der Bericht wurde am Montag auf einem Kongress in München präsentiert.

Hitze, extreme Wetterlagen, Luft- und Lärmbelastung, zunehmende Verstädterung, der Verlust an Artenvielfalt sowie soziale Benachteiligung hängen nach den Erkenntnissen der Kommission mit höheren Raten von Depressionen, Angststörungen, Traumafolgestörungen und nachlassender geistiger Leistungsfähigkeit zusammen. Die Stärke der Belege variiert je nach Einflussfaktor. Die verschiedenen Belastungen treten fast immer gemeinsam auf.

Die höchsten Risiken sehen die Fachleute bei Kindern, älteren Personen, Menschen mit Behinderungen, sozial schwächeren Bevölkerungsgruppen und Einwohnern von Ländern mit geringem oder mittlerem Einkommen. Die Kommission stellt fest, dass die größten Hindernisse für eine bessere Berücksichtigung dieser Themen in organisatorischen und finanziellen Fragen liegen.

Zehn Jahre Zeit für neue Standards in der Politik

Die Experten wollen erreichen, dass innerhalb eines Jahrzehnts keine bedeutenden umwelt- oder stadtplanerischen Vorhaben mehr ohne Prüfung ihrer Folgen für Gehirn und Psyche entschieden werden. Ab dem kommenden Jahr sollen Indikatoren für psychische Gesundheit fester Bestandteil von Klimaschutzplänen, Umweltprüfungen und städtischen Konzepten sein.

Frühwarnsysteme für Hitze und schlechte Luftqualität sollen künftig auch Maßnahmen zum Schutz der seelischen Gesundheit und psychosoziale Hilfsangebote enthalten. Mindestens drei von zehn Forschungsprojekten, die die Kommission vorschlägt, sollen von Wissenschaftlern aus einkommensschwachen Ländern und direkt betroffenen Gemeinschaften geleitet werden.

Bessere Datenverknüpfung und globale Forschung

Die Kommission plädiert dafür, vorhandene Langzeitstudien, Satellitendaten und Analysemethoden enger zu verknüpfen. Sie spricht sich außerdem für den Einsatz vertrauenswürdiger Künstlicher Intelligenz und eine deutlich stärkere internationale Forschungsförderung aus.

Die Leitung der Kommission lag bei Gunter Schumann von der Fudan-Universität und der Charité. Weitere beteiligte Wissenschaftler sind Jürg Luterbacher, André Marquand vom Radboudumc, Cornelius Gross vom EMBL in Rom und Xanthe Hunt vom AHRI. Am Mannheimer Zentralinstitut für Seelische Gesundheit haben Andreas Meyer-Lindenberg und Sebastian Karl mitgewirkt. Meyer-Lindenberg hebt die gesellschaftliche Relevanz der Untersuchung von Klimafolgen für die Psyche hervor. Am selben Institut läuft derzeit das von der EU geförderte HOTHEAD-Projekt, das Hitzeeinflüsse auf aggressives Verhalten untersucht.

Dieser Beitrag wurde mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt.