Drohnenangriff auf Markt in Abyei tötet mindestens 153 Menschen
Mehrere Drohnen haben am Montagvormittag den Amiet-Markt nördlich von Abyei in der Sudan-Südsudan-Grenzregion getroffen. Dabei geriet ein Treibstoffdepot in Brand. Die sudanesische Armee wird für den Angriff verantwortlich gemacht.
Bei einem Drohnenangriff auf den Amiet Common Market in der umstrittenen Grenzregion Abyei sind am Montagvormittag mindestens 153 Menschen ums Leben gekommen. Der Angriff ereignete sich gegen 11:30 Uhr Ortszeit und traf auch ein Treibstofflager, das daraufhin in Brand geriet. Das Feuer brannte noch am Dienstag weiter. Die Zahl der Toten könnte auf bis zu 220 steigen, da viele Leichen stark verbrannt sind. Mindestens 20 Menschen wurden verletzt, einige davon schwer mit Verbrennungen und Splitterwunden.
Der Informationsminister von Abyei, Yohanna Akol Ngor, macht die sudanesische Armee für den Einsatz verantwortlich. Ein hochrangiger Offizier der sudanesischen Streitkräfte bestätigte den Angriff. Das Ziel seien Treibstofftransporter aus Südsudan gewesen, die die paramilitärischen RSF versorgen sollten. Zivilisten seien nicht beabsichtigt gewesen.
Die Opfer waren vor allem Händler aus dem Sudan und aus Südsudan, darunter auch Ausländer wie Somalier. Der Markt gilt als wichtiger Handelsplatz in der Region. Rund 8000 Menschen wurden durch den Angriff vertrieben. Satellitenaufnahmen zeigen erhebliche Zerstörungen im nordöstlichen Teil des Marktes.
Ärzte ohne Grenzen versorgten mehr als 20 Verletzte im Ameth Bek Hospital. Die Organisation arbeitet dabei mit dem südsudanesischen Gesundheitsministerium zusammen. Viele der Patienten befanden sich in kritischem Zustand.
Reaktionen aus Südsudan
Das Außenministerium von Südsudan und lokale Vertreter werfen der sudanesischen Armee den Angriff vor. Die Spannungen zwischen beiden Ländern haben sich dadurch verschärft. Abyei wird seit der Unabhängigkeit Südsudans 2011 gemeinsam verwaltet und bleibt ein Streitpunkt.
Einordnung in den laufenden Bürgerkrieg
Der Vorfall steht im Zusammenhang mit dem Bürgerkrieg im Sudan, der seit April 2023 zwischen der sudanesischen Armee und den RSF-Paramilitärs andauert. In den Tagen zuvor gab es weitere Drohnenangriffe in West Kordofan, unter anderem auf Märkte und Trauernde. Die Gesamtzahl der Toten in der Region in dieser Woche liegt bei über 250.
Bergungsarbeiten laufen weiter. Feuerbekämpfung und die Identifizierung von Opfern sind im Gange. Eine mögliche Eskalation der Grenzspannungen zwischen Sudan und Südsudan zeichnet sich ab.
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Dieser Beitrag wurde mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt.