Die Europäische Union hat am 13. Oktober 2026 auf Beitrittskonferenzen in Luxemburg Verhandlungen mit der Ukraine und Moldau zu den Clustern „Binnenmarkt“ sowie „Wettbewerbsfähigkeit und inklusives Wachstum“ eröffnet. Das teilte die Europäische Kommission mit.
Zudem schloss die EU vorläufig Verhandlungen mit Albanien zum Kapitel Unternehmens- und Industriepolitik ab. Die drei Kandidatenländer wurden außerdem in das European Centre for Democratic Resilience eingebunden.
Die Eröffnung neuer Verhandlungskapitel markiert einen weiteren Schritt im EU-Erweiterungsprozess. Die Ukraine und Moldau erhielten im Juni 2022 den Kandidatenstatus. Albanien ist seit 2014 offizieller EU-Beitrittskandidat. Die Verhandlungen erfolgen in thematischen Clustern, die mehrere Kapitel zusammenfassen.
Das European Centre for Democratic Resilience soll die Kandidatenländer bei der Stärkung demokratischer Strukturen und der Resilienz gegenüber äußeren Einflüssen unterstützen. Die Einbindung erfolgte parallel zu den Verhandlungsfortschritten.
Die EU-Kommission wird die Fortschritte der Kandidatenländer bei der Umsetzung der EU-Rechtsvorschriften weiter bewerten. Weitere Verhandlungskapitel können in den kommenden Monaten eröffnet werden, abhängig von den Reformfortschritten in den jeweiligen Ländern.
Die nächsten Beitrittskonferenzen sind bereits in Planung. Die Kommission betont, dass der Erweiterungsprozess weiterhin auf den bewährten Kriterien basiert, einschließlich der Einhaltung der Rechtsstaatlichkeit und der Durchführung notwendiger Reformen.