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Remibrutinib senkt Schubrate bei schubförmiger Multipler Sklerose

Der BTK-Inhibitor Remibrutinib hat in zwei großen Phase-3-Studien deutlich bessere Ergebnisse als der Vergleichswirkstoff Teriflunomid erzielt. Patienten erlebten weniger Krankheitsschübe, weniger neue Entzündungsherde und eine geringere Behinderungsprogression.

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In zwei großen internationalen Studien haben Forscher den oralen Wirkstoff Remibrutinib bei Patienten mit schubförmiger Multipler Sklerose geprüft. Die randomisierten Phase-3-Untersuchungen REMODEL-1 und REMODEL-2 umfassten zusammen mehr als 2000 Betroffene und verglichen das neue Mittel direkt mit Teriflunomid. Die Resultate erschienen am 23. Oktober 2026 im Fachjournal The Lancet und wurden gleichzeitig auf dem Weltkongress für Multiple Sklerose in Toronto präsentiert.

Der neue Wirkstoff verringerte die jährliche Häufigkeit von Krankheitsschüben um 31 bis 35 Prozent im direkten Vergleich. Zudem ging die Entstehung neuer oder sich vergrößernder Entzündungsherde im Gehirn um 65 bis 70 Prozent zurück. Bei jedem zweiten mit Remibrutinib behandelten Patienten blieb die Krankheitsaktivität vollständig aus, während dies in der Kontrollgruppe nur bei etwa einem Drittel der Fall war.

Auch das Fortschreiten der Behinderung über mindestens sechs Monate trat seltener auf. Lediglich 7,7 Prozent der Remibrutinib-Gruppe waren davon betroffen, verglichen mit 10,5 Prozent unter der bisherigen Therapie. Das Sicherheitsprofil des Medikaments gilt als vorteilhaft, da keine schweren Leberschäden entsprechend der Hy’s-Law-Kriterien beobachtet wurden.

Stark erhöhte Leberenzymwerte kamen mit zwei Prozent deutlich seltener vor als unter Teriflunomid. Die Häufigkeit von Nebenwirkungen insgesamt war vergleichbar, doch führten diese seltener zum Abbruch der Behandlung. Remibrutinib kann als Tablette eingenommen werden und erreicht das zentrale Nervensystem.

Die Untersuchungen fanden an 407 Standorten in 46 Ländern statt. Prof. Dr. Heinz Wiendl vom Universitätsklinikum Freiburg leitete das internationale Steering Committee und war Erst- sowie korrespondierender Autor der Veröffentlichung. Frühere Substanzen aus der gleichen Wirkstoffklasse hatten zuvor Leberprobleme verursacht, was bei Remibrutinib nicht der Fall war.

Der Hersteller Novartis kündigte an, auf Grundlage dieser Daten einen Antrag auf Zulassung zu stellen. Parallel dazu läuft die Verlängerung der Studien weiter, in der die Teilnehmer bis zu fünf Jahre behandelt werden, um langfristige Effekte auf die Behinderungsentwicklung zu bewerten.

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Dieser Beitrag wurde mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt.