TU Dresden simuliert menschliche Emotionen mit KI-Modellen
Wissenschaftler der TU Dresden haben große Sprachmodelle gezielt in verschiedene Gefühlszustände versetzt und ihre Reaktionen analysiert. Die Ergebnisse zeigen deutliche Parallelen zu menschlichem Verhalten bei Emotionen und Denkfehlern.
Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der TU Dresden haben sechs große Sprachmodelle daraufhin geprüft, inwieweit sie typische menschliche Gefühls- und Denkabläufe nachahmen können. Das Team am Else Kröner Fresenius Center for Digital Health nutzte dafür standardisierte Texteingaben, um die Systeme in sieben unterschiedliche emotionale Lagen zu bringen. Anschließend bewerteten die Forscher die Ausgaben mit denselben Skalen, die auch in der Humanpsychologie üblich sind.
Die künstlichen Systeme lieferten Antwortmuster, die stark an menschliche Reaktionen erinnern. Besonders nach einer induzierten traurigen Stimmung traten Verzerrungen auf, bei denen negative Ergänzungen von Sätzen häufiger vorkamen. Zudem milderten Entspannungs- und Atemtechniken die negativen Effekte ab, wenn zuvor Stress oder Traurigkeit ausgelöst worden waren.
Die Forschungsgruppe um Dr. Magdalena Wekenborg sieht in den Resultaten Hinweise darauf, dass KI unter Laborbedingungen psychologische Vorgänge abbilden kann. Gleichzeitig machten die Experten deutlich, dass die Modelle selbst keine echten Gefühle entwickeln, sondern lediglich erlernte Muster wiedergeben. Deshalb sollen solche Simulationen klassische Studien mit Probanden nicht ersetzen, sondern lediglich vorbereiten.
Als mögliche Einsatzfelder nannte das Team die schnelle Überprüfung von Hypothesen und die Vorbereitung neuer Behandlungsansätze, bevor teure und aufwendige Untersuchungen mit Menschen starten. Der Fokus liegt dabei auf Themen wie depressiven Störungen, Angstzuständen und der Verarbeitung von Emotionen. Beteiligt an der interdisziplinären Arbeit waren Experten aus Medizin, Psychologie und Informatik.
Die Untersuchung wurde am Montag bekannt gegeben und erscheint demnächst in einer Fachpublikation. Die Forscher hoffen, dass der neue Ansatz künftig ermöglicht, Interventionen wie Entspannungsverfahren bereits in simulierten Umgebungen zu testen, bevor sie in der Praxis eingesetzt werden.
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Dieser Beitrag wurde mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt.