Suche

Nachrichten in klarer Form – sachlich, präzise, ohne Ablenkung

Hessische Firmen spüren leichte Konjunkturbelebung

Umfragen der Industrie- und Handelskammern zeigen einen Anstieg des Geschäftsklimas in mehreren Regionen des Bundeslandes. Dennoch bleiben viele Betriebe zurückhaltend bei Neueinstellungen und Investitionen.

2 Min. Lesezeit E-Mail WhatsApp X

In Hessen zeichnet sich nach Einschätzung vieler Unternehmen eine leichte Besserung der wirtschaftlichen Lage ab. Die Industrie- und Handelskammer Darmstadt Rhein-Main-Neckar hat etwa 900 Betriebe aus verschiedenen Branchen befragt und dabei einen Anstieg des Geschäftsklimaindex um neun Zähler auf 91 Punkte festgestellt. Auch die IHK Rheinhessen meldet einen deutlichen Zuwachs um 17 Punkte, wodurch der Index dort nun bei 98 liegt.

Etwa ein Viertel der südhessischen Unternehmen stuft die eigene Situation als gut ein, knapp die Hälfte als ausreichend und drei von zehn als schlecht. In der rheinhessischen Industrie überschreitet der entsprechende Wert sogar die Marke von 100. Das hessische Wirtschaftsministerium teilte mit, dass die Landeswirtschaft im ersten Halbjahr 2026 um 1,8 Prozent gewachsen ist, was doppelt so viel wie im bundesweiten Schnitt darstellt.

Als größte Belastungen nennen die Firmen unsichere politische Vorgaben sowie weiterhin hohe Energiepreise. Mehr als die Hälfte der Betriebe im Land verzeichnete zuletzt höhere Stromkosten, noch mehr melden teurere Heizkosten. Gleichzeitig hat sich die Stimmung bei der Energiewende verschlechtert, sodass über die Hälfte der Unternehmen inzwischen keine verbindlichen Klimaziele mehr verfolgt.

Bei den Personalplänen überwiegt die Zurückhaltung deutlich. Lediglich sechs Prozent der südhessischen Firmen wollen zusätzliche Mitarbeiter einstellen, während ein Viertel einen Stellenabbau erwägt. Auch bei den Investitionen zeigt sich ein negativer Trend, da mehr Betriebe Kürzungen als Erhöhungen vorsehen. Vor allem größere Industrieunternehmen denken über eine Verlagerung von Teilen der Produktion ins Ausland nach.

Minister sucht Austausch mit Betriebsräten

Wirtschaftsminister Kaweh Mansoori traf sich am Mittwoch in Wiesbaden mit Vertretern von Gewerkschaften und Betriebsräten. Dabei ging es darum, die Sorgen der Industrie in konkrete politische Schritte zu übersetzen. Das Land setzt sich auf Bundes- und europäischer Ebene für bessere Rahmenbedingungen ein, unter anderem für Anreize beim Kauf europäischer Fahrzeuge.

Die Kammern fordern von der Bundesregierung rasche Maßnahmen zum Abbau von Bürokratie, eine Senkung der Stromsteuer und Investitionen in die Infrastruktur. Trotz des nominalen Umsatzwachstums in der Industrie drücken hohe Energiekosten, internationale Unsicherheiten, fehlende Fachkräfte und ausbleibende Reformen weiter auf die Stimmung der Unternehmen.

Wenn Sie über diese Produktvorschläge bei Amazon einkaufen, unterstützen Sie unsere Arbeit.

* Affiliate-Links — news.ĭ erhält eine Provision, für Sie entstehen keine Mehrkosten.

Dieser Beitrag wurde mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt.