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Nord-Stream-Prozess beginnt vor Gericht in Hamburg

Vor dem Hanseatischen Oberlandesgericht in Hamburg hat am Mittwoch der Prozess gegen einen 50-jährigen ehemaligen ukrainischen Soldaten begonnen. Die Bundesanwaltschaft wirft ihm die Koordination der Sprengungen an den Nord-Stream-Pipelines im September 2022 vor.

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Vor dem Hanseatischen Oberlandesgericht in Hamburg hat am Mittwoch der Prozess gegen einen 50-jährigen ehemaligen ukrainischen Soldaten begonnen. Die Bundesanwaltschaft wirft Serhii K. vor, die Sprengungen an Nord-Stream 1 und 2 im September 2022 koordiniert und ausgeführt zu haben. Drei der vier Pipeline-Stränge wurden dabei zerstört.

Die Anklage umfasst unter anderem den Vorwurf eines Kriegsverbrechens sowie die Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion. Der Angeklagte wurde im August 2025 in Italien festgenommen und im November 2025 nach Deutschland überstellt. Am ersten Verhandlungstag äußerte er sich nicht zu den Vorwürfen.

Die Verteidigung beantragte die Einstellung des Verfahrens. Die Bundesanwaltschaft teilte mit, dass die Sabotage rund vier Jahre vor Prozessbeginn stattfand. Die Pipelines dienten ursprünglich dem Import von russischem Gas nach Deutschland.

Der Prozess gilt als erstes Verfahren gegen einen mutmaßlichen Täter in Deutschland. Die Bundesanwaltschaft führt parallel weitere Ermittlungen, die zu zusätzlichen Verfahren führen könnten. Die Verhandlungstage sind derzeit bis Februar 2027 terminiert.

Das Gericht hat bisher keine weiteren Einzelheiten zu möglichen Hintermännern oder zusätzlichen Beteiligten bekanntgegeben. Die Bundesregierung hatte die Leitungen zuvor als zentrale Infrastruktur für die deutsche Energieversorgung bezeichnet. Der Generalbundesanwalt sieht in dem Angeklagten einen zentralen Akteur bei der Planung und Durchführung der Anschläge auf die Ostsee-Pipelines. Die Bundesbehörden hatten nach der Festnahme in Italien eng mit italienischen Stellen zusammengearbeitet, um die Überstellung zu ermöglichen. Das Hanseatische Oberlandesgericht leitet das Verfahren als Staatsschutzsache. Die Anklagebehörde geht davon aus, dass der ehemalige Soldat nicht allein gehandelt hat, ermittelt jedoch weiter gegen unbekannte Mittäter. Die zerstörten Leitungen hatten bis zu den Explosionen einen erheblichen Teil der deutschen Gasversorgung sichergestellt.

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Dieser Beitrag wurde mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt.