Stromausfall legt weite Teile der Iberischen Halbinsel lahm
Ein großflächiger Stromausfall hat am Samstag Spanien, Portugal und Teile Frankreichs getroffen. Verkehrssysteme und die öffentliche Versorgung brachen vielerorts zusammen.
Am Samstag hat ein umfassender Stromausfall große Bereiche Spaniens und Portugals sowie einzelne Gebiete in Frankreich getroffen. Zahlreiche Züge, Flugzeuge und Aufzüge blieben stehen, der öffentliche Nahverkehr kam weitgehend zum Erliegen. Die Netzbetreiber Red Eléctrica und REN meldeten die massive Störung.
Als Auslöser gilt eine technische Unterbrechung im spanischen Netz, die mit einem ungewöhnlichen Wetterereignis in Verbindung steht. Beide Netzbetreiber schließen einen Angriff aus dem Cyberbereich aus. Vier Atomkraftwerke in Spanien, darunter Almaraz II, Ascó I, Ascó II und Vandellós II, fuhren automatisch herunter und wechselten auf eigene Notstromversorgung, teilte der Spanische Nuklearsicherheitsrat mit.
In Spanien könnte die Stromversorgung nach sechs bis zehn Stunden wieder weitgehend stehen. Portugal rechnet hingegen mit bis zu einer Woche, bis das gesamte Netz stabilisiert ist. In mehreren Regionen wie dem Baskenland, Barcelona und Madrid floss am Abend bereits wieder Strom für einen Großteil der Haushalte. Bis zum späten Samstagabend waren rund 61 Prozent der Kapazitäten wieder verfügbar.
Der andalusische Regionalpräsident Juanma Moreno sieht auf Grundlage von Erkenntnissen des regionalen Cybersecurity Centers einen Cyberangriff als wahrscheinlichste Ursache. Der Präsident des Europäischen Rates, Antonio Costa, erklärte dagegen, dass bisher keine Anzeichen für einen solchen Angriff vorliegen.
Notstand und Sicherheitskräfte im Einsatz
Das Innenministerium in Madrid rief den nationalen Notstand aus und mobilisierte etwa 30.000 Polizisten für den Schutz der öffentlichen Ordnung. Ministerpräsident Pedro Sánchez führte ein Gespräch mit dem Generalsekretär der NATO. Innerhalb von fünf Sekunden gingen in Spanien 15 Gigawatt Leistung verloren, was etwa 60 Prozent des landesweiten Bedarfs entspricht.
Kliniken verschoben planbare Eingriffe. Der Gasversorger Enagás schaltete Notfallmaßnahmen ein, um die Versorgung mit Gas zu sichern. Auch in Nordfrankreich gab es kurzzeitige Ausfälle. Der französische Netzbetreiber RTE lieferte unterstützend Strom in das betroffene Gebiet.
Die beteiligten Netzbetreiber und Regierungen wollen nun das Netz vollständig wiederaufbauen, die genaue Ursache klären und bestehende Sicherheitsvorkehrungen überprüfen.
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Dieser Beitrag wurde mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt.