Long-Covid-Studie zeigt Veränderungen im Lungen- und Mund-Mikrobiom
Forscher haben bei ehemaligen Covid-19-Patienten mit schweren Langzeitfolgen deutliche Unterschiede in der Zusammensetzung des Mikrobioms in Lunge und Mund festgestellt. Die Veränderungen korrelieren mit Entzündungsmarkern und verschiedenen Symptomen.
Forscher der University of Dundee haben bei 771 Patienten, die zwischen Februar 2020 und März 2021 wegen Covid-19 in britischen Krankenhäusern behandelt wurden, das Mikrobiom in Lunge und Mund untersucht. Proben von Speichel und Hustensekret wurden etwa fünf bis sechs Monate nach der Entlassung entnommen und mittels RNA-Analyse ausgewertet. Die Patienten teilten die Wissenschaftler in vier Gruppen ein, die von milden bis sehr schweren Verläufen reichten und auf physischen, mentalen sowie kognitiven Symptomen basierten.
Bei Patienten mit sehr schweren Long-Covid-Verläufen zeigten sich deutliche Unterschiede im Mikrobiom von Lunge und Mund im Vergleich zu jenen mit milden Verläufen. Das teilte die Studienleitung der University of Dundee mit. James Chalmers von der University of Dundee erklärte, dass ein Überfluss an milchsäureproduzierenden Bakterien mit stärkeren Entzündungsmarkern im Blut und mit typischen Long-Covid-Symptomen wie Atemwegsbeschwerden, Brainfog und Verdauungsproblemen zusammenhing.
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