Freiburger Studie zeigt Erfolg von Photopherese bei Nebenwirkungen der Krebsimmuntherapie
Bei 26 von 27 auswertbaren Patienten besserten sich schwere steroid-refraktäre Entzündungen nach einer Behandlung mit extrakorporaler Photopherese. Die multizentrische Phase-Ib/II-Studie unter Leitung des Universitätsklinikums Freiburg wurde Ende Oktober 2026 veröffentlicht.
Forscher an den Universitätsklinika Freiburg, Essen und Regensburg haben 30 erwachsene Patienten mit schweren kortisonresistenten Entzündungen nach einer Immuncheckpoint-Therapie behandelt. Die Entzündungen betrafen Organe wie Darm, Leber, Haut und Lunge. Die Behandlung erfolgte mit extrakorporaler Photopherese, bei der weiße Blutkörperchen entnommen, mit Methoxsalen versetzt, mit UV-A-Licht bestrahlt und dem Körper wieder zugeführt.
Die Studie erreichte den primären Endpunkt zur Sicherheit. Es traten keine schweren Nebenwirkungen auf, die der Photopherese zugeschrieben werden konnten. Leichte behandlungsbezogene Ereignisse zeigten sich bei sechs der 30 Teilnehmer, wie das Universitätsklinikum Freiburg mitteilte.
Nach zwölf Wochen verbesserten sich die Beschwerden bei 26 von 27 auswertbaren Patienten vollständig oder um mindestens einen Schweregrad. Das entspricht einer Rate von 96,3 Prozent. Hohe Ansprechraten gab es in den Subgruppen: Alle 13 Patienten mit Darmentzündung sprachen an, 13 von 15 mit Leberentzündung und alle drei mit Hautentzündung.
Bei der Mehrheit der Patienten, die auf die Therapie ansprachen, konnte auf Kortison vollständig verzichtet werden. Begleitende Untersuchungen ergaben einen Rückgang entzündungsfördernder Immunzellen und Marker während der Behandlung. Die Zwölf-Monats-Überlebensrate in der Studie lag bei 84,3 Prozent.
Die Ergebnisse wurden am Freitag in der Fachzeitschrift Nature Communications veröffentlicht. Die Europäische Zulassungsbehörde erweiterte im Oktober die Zulassung für das THERAKOS-CELLEX-System bei erwachsenen Patienten mit immunvermittelten Nebenwirkungen nach Checkpoint-Inhibitoren, wenn Kortison unzureichend wirkt.
Die Autoren der Studie weisen auf den vorläufigen Charakter der offenen Untersuchung ohne Kontrollgruppe hin. Sie halten weitere randomisierte Studien für notwendig. Die Finanzierung erfolgte unter anderem aus öffentlichen und gemeinnützigen Mitteln sowie einem Zuschuss des Herstellers Therakos EMEA. Interessenkonflikte der Beteiligten wurden angegeben.
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Dieser Beitrag wurde mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt.